Archiv der Kategorie 'Antifa-Cafe'

Nächstes Antifa-Cafe am 16.April 2014

Am 16. April möchten wir uns im Rahmen des Offenen Antifa-Cafés mit der aktuellen Situation von Sexarbeiterinnen in Deutschland auseinandersetzen. In vielen Städten des Ruhrgebiets hat dieses Thema in den letzten Jahren zu kontroversen Diskussionen geführt. Zuletzt scheiterte die Stadt Dortmund vor Gericht mit dem Versuch, das gesamte Stadtgebiet zum Sperrbezirk zu erklären, um die Straßenprostitution aus der Ruhrmetropole zu verdrängen. Doch auch anderenorts sehen sich Sexarbeiterinnen mit Maßnahmen konfrontiert, die ihre Rechte einschränken und die Ausübung ihrer Tätigkeit erschweren. Was die neuen und alten Restriktionen gegenüber Prostituierten für die Berufs- und Lebensrealität der Betroffenen konkret bedeuten, darüber berichten Heike Köttner vom Bochumer Madonna e.V., der seit 1991 Beratung und Hilfe für Sexarbeiterinnen anbietet, und Mareen Heying, die zur Geschichte und Gegenwart der Hurenbewegung forscht.

Der Vortrag ist wie immer kostenlos und beginnt gegen 19.30 Uhr. Das Café öffnet um 19.00 Uhr.

Protest gegen Nazi-Laden in Essen

Antifaschistische Gruppen aus Essen und Umgebung hatten für den 05.04.2014 zu einer Kundgebung gegen das Modegeschäft „Oseberg“ aufgerufen, das seit 2009 in der Essener Innenstadt Bekleidungsstücke der rechten Modermarke „Thor Steinar“ verkauft. Anlass war der fünfte Jahrestag der Eröffnung des „Oseberg“.
Fotos von der kundgebung findet ihr hier

Kundgebung gegen den Oseberg Laden in Essen am 05.04 13 Uhr

Am Samstag den 05.04.2014 wird es in Essen ein Kundgebung gegen das Bekleidungsgeschäft Oserberg geben.
Aus Mülheim werden Menschen sich um 12:40Uhr am Mülheim HBf treffen für eine gemeinsame Anreise.
Hier der Aufruf der organisierenden Gruppen :

Aufruf des Antifa-Cafés im AZ Mülheim

Vor nunmehr fünf Jahren öffnete in der Essener Innenstadt mit dem “Oseberg” ein Ladengeschäft, das ausschließlich Kleidung der extrem rechten Marke “Thor Steinar” verkauft. Diese Filiale ist nach wie vor die einzige ihrer Art in NRW. Die Demo im September letzten Jahres war der nach längerer Pause erste Protest gegen den Naziladen seit langem. Zuvor war es um den Laden recht still geworden. Da der Mietvertrag des “Oseberg” Ende September letzten Jahres verlängert wurde und der “Oseberg” immer noch nicht weg ist, werden wir weiter protestieren und dafür kämpfen, dass der Laden endlich verschwindet. Wir wollen damit die Proteste für die Schließung des rechten Modegeschäfts weiter fortführen und die öffentliche Diskussion weiter voranbringen.

Neonazi-Marke “Thor Steinar” im Mainstream

“Thor Steinar” gilt immer noch als Trendmarke in der extremen Rechten. Die Marke wurde 2002 von Neonazis im brandenburgischen Königs Wusterhausen registriert und verfügt hierzulande derzeit neben einem Internet-Versandhandel über zwölf begehbare Ladengeschäfte, die fast ausschließlich in den neuen Bundesländern angesiedelt sind. Der Jahresumsatz des Unternehmens liegt mittlerweile im siebenstelligen Bereich. Die Marke wird zwar von Neonazis für Neonazis produziert, hat allerdings schon längst den begrenzten Kreis an Szeneangehörigen verlassen. Das liegt einerseits daran, dass das Unternehmen neben Artikeln, die etwa unverkennbar zu Gewalt gegen Antifaschist_innen aufrufen, auch Kleidungsstücke im Sortiment führt, die eher subtil positive Deutungsmöglichkeiten bezüglich nordisch-völkischer Mythologie, Kolonialismus und NS-Ideologie eröffnen. Andererseits konnte die Marke durch ihre zahlreichen – meist innenstadtnahen – Ladengeschäfte in die Öffentlichkeit vordringen und dadurch präsenter und zugänglicher werden als alle anderen expliziten Neonazi-Läden und -Marken. Diese konnten sich nie richtig von ihrer ästhetischen Ideenlosigkeit, stilistischen
Altbackenheit und ihrem anrüchigem Hinterzimmer-Charme befreien. Im Gegensatz dazu war und ist es “Thor Steinar” möglich, den Kundenstamm über das eigene NS-Klientel hinaus zu erweitern.

“Thor Steinar” im Ruhrgebiet

Seit 2007 konnte also im Ruhrgebiet, dank erfolgreicher Proteste, die rechte Bekleidungsmarke nicht mehr über Ladentische verkauft werden. Am 3. April 2009 eröffnete dann an der Viehofer Straße 20, in der Essener Innenstadt mit dem “Oseberg” ein eigener “Thor Steinar”-Laden, der der erste und nach wie vor einzige in Westdeutschland ist. Unmittelbar nach der Eröffnung kam es zu ersten Protesten gegen das Geschäft. So demonstrierten am 6. April 2009 rund 200 Menschen gegen den “Oseberg”. Es folgten weitere Demonstrationen mit 200 und 500 Teilnehmer_innen am 18. April und am 6. Juni 2009. Am Rande dieser Veranstaltungen kam es jedes Mal zu Provokationen von Mitarbeiter_innen des rechten Bekleidungsgeschäftes, die beispielsweise versuchten, Demonstrationsteilnehmer_innen zu fotografieren. Neben Demonstrationen und Kundgebungen kam es seit der Eröffnung zu zahlreichen Sachbeschädigungen gegen den Laden. Unbekannte schlugen mehrfach die Scheiben des “Oseberg” ein und verübten Farb-Attacken, weshalb die Schaufenster über Jahre hinweg mit schwarzen Holzlatten verkleidet wurden.

Zwischenzeitlich hatten sich die Proteste gegen den Laden weitgehend gelegt. Die letzte Antifa-Demonstration sollte den Auftakt zu einer neuen Kampagne zur Schließung des Ladens eröffnen, da auch die Sachbeschädigungen so weit zurückgegangen sind, dass der Betreiber des “Oseberg” die Holzlatten-Verkleidung von seiner Fassade entfernen konnte und die Verkaufsfiliale zumindestens die meiste Zeit den Eindruck eines normalen Geschäfts erweckt. Die Forderung nach Schließung vom “Oseberg” wollen wir in Fortführung der Demo im September aufrecht erhalten! Der Mietvertrag des “Oseberg” ist zwar verlängert, Naziläden gehören aber noch lange nicht ins Stadtgebiet. Aus diesem Grund rufen wir als antifaschistische Gruppen zum fünften Jahrestag der Eröffnung des “Oseberg” zu einer Kundgebung gegen den Nazi-Laden auf! Wir wollen öffentlich deutlich machen, dass wir keine rechten Geschäfte dulden werden!

Kommt am Samstag, dem 5. April 2014, nach Essen! Treffpunkt ist um 13 Uhr auf der Viehofer Straße!

Nazis das Geschäft versauen!
Oseberg dichtmachen!

16. Oktober: Offenes Antifa-Cafe im AZ-Mülheim

Am 16. Oktober öffnet das Offene Antifa-Café wieder seine Pforten. Um 18.00 Uhr geht’s los, ab 19.30 Uhr präsentieren wir euch einen Vortrag zum Thema “20 Jahre Asylrechtsänderung und Solinger Brandanschlag”. Ausgehend von diesen beiden Ereignissen, die im Mai 1993 stattfanden, referiert Heinz Drucks vom Flüchtlingsrat NRW über die rassistische und fremdenfeindliche Stimmung im wiedervereinigten Deutschland der 1990er Jahre und die flüchtlingspolitischen Folgen der damaligen Gesetzesänderungen.

18. September: Offenes Antifa-Cafe im AZ-Mülheim

Am 18. September findet wieder das Offene Antifa-Cafe im AZ-Mülheim statt. Thema des Vortrags diesmal : “Antiziganismus aktuell” in dessen Rahmen auch über die Aktuellen Ereignisse in Duisburg-Bergheim berichtet wird.

Übrigens: Das Antifa-Café öffnet künftig bereits um 18.00 Uhr, die Vorträge beginnen um 19.30 Uhr!

Antifa Café im AZ Mülheim

Ab nächsten Monat gibt es wieder ein Antifa Cafè im AZ Mülheim. Verschiedene linke Gruppen aus der Gegend stellen sich vor, es gibt Vorträge, Futter und Leute zum kennenlernen. Kommt vorbei!