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23.3.13

boah, war das kalt da!

Bullenrazzia in Eppinghofen

Letzten Freitag fand in Mülheim auf der Eppinghofer Straße eine Polizeirazzia statt. Wir rufen für nächsten Samstag (23.3.13) zu einer Kundgebung gegen den rassistischen Bulleneinsatz auf. 14 Uhr in der Mülheimer City!

Hier der Flyer dazu:

Solidarität mit den Betroffenen rassistisch motivierter Diskriminierung staatlicher Institutionen

Wir üben scharfe Kritik an der Razzia auf der Eppinghofer Straße am Freitag, den 14.03.2013.
Es ist völlig unverständlich, wieso die Polizei die durchgeführte Razzia als Erfolg wertet. Eine solche Großaktion mit dem Auffinden von Messern und Pfefferspray zu rechtfertigen ist einfach lächerlich. Das Vorgehen der Polizei vermittelt den Eindruck, es handele sich bei der Eppinghofer Straße um einen potentiellen Hort des Verbrechens und das, obwohl hierfür kein Anlass gegeben zu sein scheint. Von 100 willkürlich kontrollierten Personen wurden lediglich zwei mit zur Wache genommen, wobei die Gründe hierfür völlig unklar bleiben.
Demgegenüber muss darüber nachgedacht werden, welche Motive bei Polizei, Ordnungsamt und Ausländerbehörde hinter der Aktion gestanden haben. Da Eppinghofen als Stadtteil mit hohem Migrationsanteil gilt, liegt der Verdacht nahe, dass die Straße aufgrund von rassistischen Vorurteilen und Stereotypen ausgewählt wurde und nicht aufgrund einer objektiven Gefahrenlage. Hier wird ein Denken bedient, das Migration in die Nähe von Verbrechen rückt. Damit spielt man Parteien wie PRO NRW, die erst kürzlich in Mülheim demonstrierte, in die Hände.
Die beteiligten Behörden täten gut daran, ihre Aktion nicht unsinnig aufzuwerten, um eigenes Versagen zu kaschieren und die Anwohner_innen durch diese übertriebene Razzia grundlos zu verängstigen. Hier wäre vielmehr eine Entschuldigung fällig gewesen.

Täglich werden Menschen, die in Deutschland als „Ausländer“ bezeichnet werden, mit Rassismen und Diskriminierung verschiedenster Form konfrontiert. Dieser Rassismus erstreckt sich vom abschätzigen Blick in der Stadt, über das „racial profiling“ der Polizei, bis zu den Morden der Neonazis.

Als Anarchist_innen stellen wir diesen Zuständen eine alternative Gesellschaft entgegen, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Aussehen, sexueller Orientierung und Geschlecht frei und gleich miteinander leben können.

Für eine Welt ohne Grenzen auf Karten, Papier und in den Köpfen!

Autobots Mülheim

Kundgebung in Mülheim City