Demo in Solingen 25.5.13

Am Samstag fahren wir zur Demo nach Solingen gegen Rassismus und im Gedenken an den Brandanschlag vor 20 Jahren. Der Treffpunkt in Mülheim ist 11.15Uhr am MH HBF. Hier die Homepage zur Demo: http://solingen93.org/

Antifa Café im AZ Mülheim

Ab nächsten Monat gibt es wieder ein Antifa Cafè im AZ Mülheim. Verschiedene linke Gruppen aus der Gegend stellen sich vor, es gibt Vorträge, Futter und Leute zum kennenlernen. Kommt vorbei!

Demo 8. Mai

Am Mittwoch fahren wir gemeinsam zur Demo in Oberhausen. Treffpunkt in Mülheim ist der Hbf um 16.50 an dem Gleis nach Oberhausen! Cu!
Hier findet ihr den Aufruf: http://antifaob.blogsport.de/

23.3.13

boah, war das kalt da!

Bullenrazzia in Eppinghofen

Letzten Freitag fand in Mülheim auf der Eppinghofer Straße eine Polizeirazzia statt. Wir rufen für nächsten Samstag (23.3.13) zu einer Kundgebung gegen den rassistischen Bulleneinsatz auf. 14 Uhr in der Mülheimer City!

Hier der Flyer dazu:

Solidarität mit den Betroffenen rassistisch motivierter Diskriminierung staatlicher Institutionen

Wir üben scharfe Kritik an der Razzia auf der Eppinghofer Straße am Freitag, den 14.03.2013.
Es ist völlig unverständlich, wieso die Polizei die durchgeführte Razzia als Erfolg wertet. Eine solche Großaktion mit dem Auffinden von Messern und Pfefferspray zu rechtfertigen ist einfach lächerlich. Das Vorgehen der Polizei vermittelt den Eindruck, es handele sich bei der Eppinghofer Straße um einen potentiellen Hort des Verbrechens und das, obwohl hierfür kein Anlass gegeben zu sein scheint. Von 100 willkürlich kontrollierten Personen wurden lediglich zwei mit zur Wache genommen, wobei die Gründe hierfür völlig unklar bleiben.
Demgegenüber muss darüber nachgedacht werden, welche Motive bei Polizei, Ordnungsamt und Ausländerbehörde hinter der Aktion gestanden haben. Da Eppinghofen als Stadtteil mit hohem Migrationsanteil gilt, liegt der Verdacht nahe, dass die Straße aufgrund von rassistischen Vorurteilen und Stereotypen ausgewählt wurde und nicht aufgrund einer objektiven Gefahrenlage. Hier wird ein Denken bedient, das Migration in die Nähe von Verbrechen rückt. Damit spielt man Parteien wie PRO NRW, die erst kürzlich in Mülheim demonstrierte, in die Hände.
Die beteiligten Behörden täten gut daran, ihre Aktion nicht unsinnig aufzuwerten, um eigenes Versagen zu kaschieren und die Anwohner_innen durch diese übertriebene Razzia grundlos zu verängstigen. Hier wäre vielmehr eine Entschuldigung fällig gewesen.

Täglich werden Menschen, die in Deutschland als „Ausländer“ bezeichnet werden, mit Rassismen und Diskriminierung verschiedenster Form konfrontiert. Dieser Rassismus erstreckt sich vom abschätzigen Blick in der Stadt, über das „racial profiling“ der Polizei, bis zu den Morden der Neonazis.

Als Anarchist_innen stellen wir diesen Zuständen eine alternative Gesellschaft entgegen, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Aussehen, sexueller Orientierung und Geschlecht frei und gleich miteinander leben können.

Für eine Welt ohne Grenzen auf Karten, Papier und in den Köpfen!

Autobots Mülheim

Kein Tag ohne AZ Köln

Am Samstag, den 2.2. treffen wir uns um 15 Uhr am Mülheimer HBF um gemeinsam nach Köln zu fahren. Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!

Kundgebung in Mülheim City

Verteilaktion Bleiberecht

Am 28.12.12 führten wir aufgrund der aktuellen bürgerlichen Hetze gegen Flüchtlinge eine Verteilaktion zum Thema „Bleiberecht“ in der Mülheimer City durch.

Hier der Text des Flyers:

Bleiberecht für alle!

Hunger und Durst können Gründe sein, aus denen man aus seiner Heimat fliehen muss. Eventuell gezwungen ist Freunde und Familie zurückzulassen und sich in eine ungewisse Zukunft zu begeben.
Es sollten Gründe sein, um hier in Deutschland aufgenommen zu werden. Sind es aber nicht „Wirtschaftsflüchtlinge“ kriegen in Deutschland keine Chance.

Die Landschaft und das schöne Wetter, sollten als Grund ausreichen, wenn ein Mensch hier leben möchte. Schließlich sind alle Menschen gleich viel Wert und haben die gleichen Rechte. Oder?
Leider gelten diese Prinzipien hier nicht. Menschen, die in dem Teil der Erde geboren wurden, der irgendwann einmal von irgendwelchen Leuten eingezäunt wurde und dann als „Deutschland“ bezeichnet wurde, haben viel mehr Rechte als die, welche als „Ausländer“ definiert werden. Unter anderem eben auch das Recht, sich hier dauerhaft aufzuhalten.

Das alles macht natürlich keinen Sinn, denn natürlich kann sich kein Mensch aussuchen, wo er oder sie geboren wird.
Trotzdem kommt es in letzter Zeit wieder vermehrt zu Hetze gegen Menschen, welche hier nach Deutschland fliehen um den schlimmen Zuständen an ihren Herkunftsorten zu entkommen.
Die rassistischen Vorurteile von „klauenden Zigeunern“ werden wieder aufgewärmt und es bilden sich Bürgerinitiativen, welche die alten Lüge von der Asylantenflut und den Ausländern die uns in den Ruin treiben, verbreiten. Und die Nazis freuen sich und können sich als Vollstrecker des Bürgerwillens fühlen, wenn sie wie 1992 in Rostock wieder Asylbewerberheime anzünden.

Ein paar Zahlen
Um mal noch auf die Stammtischparolen zurückzukommen:
Die Ausgaben für Asylbewerber, ihre Unterkunft, Verpflegung und Prüfung ihrer Anträge beliefen sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2010 auf 814 Millionen Euro. Dazu muss man sagen, dass Asylsuchende hier nicht arbeiten dürften, was die Ausgaben noch senken würde. Für die Bundeswehr wurden zu dieser Zeit 31,7 Milliarden Euro ausgegeben.
2010 wurden nur 10.450 Menschen in Deutschland als Asylanten anerkannt. Das sind rund 55.000 zu wenig, um nur den jährlichen Bevölkerungsverlust auszugleichen.

Что делать? Was tun?
Wir glauben, dass es nötig ist, endlich die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen und die Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Sexualität, Klasse, Hautfarbe usw. zu beenden.
Man könnte damit anfangen, den Menschen, welche hier leben möchten, dies auch zu ermöglichen, wenn man bedenkt, das unser Reichtum zu einem großen Teil auf der Armut der Herkunftsländer vieler Flüchtlinge basiert, wäre das nur fair. Geld ist genug da.
Auf Perspektive glauben wir aber, dass es nötig ist, die Menschen unterdrückenden Ideologien von Grenzen, Nationen und Kapitalismus zu überwinden und an einer befreiten Gesellschaft zu arbeiten. Ob wir das dann Anarchismus oder Kommunismus nennen, überlegen wir uns dann, wenn es so weit ist.

Ⓐutobots Mülheim

P.s.: Wer sich weitergehend für die Situation von
Flüchtlingen interessiert, sollte mal im
Internet bei ProAsyl vorbeischauen!

Neue Aufkleber

Verteilaktion zur Reichspogromnacht

Am 9.11.12 führten wir in der Mülheimer City eine Aktion durch, um an die Reichspogromnacht und die Folgen des Antisemitismus zu erinnern.

Dies ist der Flyer, den wir zu diesem Anlass verteilten:

Zur Mahnung an die Geschichte der Pogromnacht

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 eskalierte der Antisemitismus der Deutschen in organisierten Pogromen gegen die Jüdinnen und Juden in Deutschland. Im ganzen Land wurden Synagogen, Friedhöfe und weitere Gebäude des jüdischen Zusammenlebens, sowie tausende Geschäfte und Wohnungen von Jüdinnen und Juden geplündert und zerstört. Viele hundert Jüdinnen und Juden wurden in dieser Nacht ermordet und viele Tausend in Konzentrationslager verschleppt.

Auch in Mülheim an der Ruhr stand eine Synagoge. Der damalige Leiter der Feuerwehr SS-Sturmbannführer Alfred Freter befahl in dieser Nacht sie niederzubrennen. Die beistehende Feuerwehr hatte den Auftrag, lediglich die anstehenden Häuser vor Funkenflug zu schützen. Die Synagoge brannte zu einer Ruine aus. Ein Jahr später wurden die Ruinen abgerissen.

Wir wollen an dieser Stelle das schreckliche Ereignis in Mülheim, wie auch in weiteren Teilen Deutschlands mahnen. Der Hass auf die jüdischen Gemeinden und die Juden selber haben dereinst die schreckliche Form des Holocaust angenommen, in dessen Verlauf 6 Millionen Menschen ermordet wurden.
Trotz dieser Gräuel ist der Antisemitismus dennoch nicht aus den Köpfen der Menschen verschwunden.

Verschiedener aktueller Studien zufolge (z.B. Deutsche Zustände. Folge 10. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2011) ist Antisemitismus nicht nur bei Nazis oder Rechtsextremen verbreitet, sondern zieht sich durch die gesamte Gesellschaft. Die Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass ungefähr 20% der Deutschen mehr oder weniger starke antisemitische Einstellungen haben. Diese Vorurteile können rassistischer, religiöser oder sozialer Natur sein. Oder sie verfestigen sich sogar in einem kompletten, wahnhaften Weltbild, welches die Juden als Ursache für jedes Übel dieser Welt sieht.

Es gilt den Antisemitismus in der Gesellschaft zu erkennen und diesen zu beseitigen. Wir haben die Verantwortung dafür, dass sich die Schrecken des Holocaust nicht wiederholen.

Kein Vergeben – Kein Vergessen!

Gegen den Antisemitismus von Gestern und Heute!